Stuttgart,

Fortbildung - Sensibilisierung für besondere Einsatzlagen

In Zeiten einer weltweit angespannten Sicherheitslage müssen Einsatzkräfte aller im Bevölkerungsschutz engagierten Behörden und Organisationen, ob haupt- oder ehrenamtlich, auf Gefahren in besonderen Einsatzlagen vorbereitet werden. Der Landesverband des Technischen Hilfswerkes Baden-Württemberg organisierte daher zwei Fortbildungsveranstaltungen für die ehrenamtlichen Führungskräfte des THW.

Im Falle terroristischer Bedrohungen oder Amoklagen stehen meist Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in der ersten Reihe. Zur Unterstützung können jedoch auch ehrenamtliche Kräfte des THW oder ehrenamtliche Mitglieder anderer Hilfs- und Rettungsorganisationen angefordert werden. Die Sensibilisierung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für solche besonderen Einsatzlagen und die eventuell damit verbundenen Gefahren ist deshalb besonders wichtig.

Der THW-Landesverband Baden-Württemberg hat daher hochrangigen Dozenten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) eingeladen, um ehrenamtliche Führungskräfte des THW für solche Situationen zu sensibilisieren.

Dr. Weber von der AKNZ in Ahrweiler, Dipl. Psychologin Frau Lorey und Einsatzpsychologe Herr Wieczorek sowie die Experten für Spreng- und Brandsätze Herr Gutbrod und Herr Stemmler vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Themen ein, wie z. B. die Grundzüge terroristischer Bedrohungen, Täterprofile, Tätermotive und Verhaltensmuster, Gefahren durch unkonventionelle Sprengsätze oder Gefahren für Einsatzkräfte im Einsatz und Taktiken bei Bedrohungslagen. Olaf Joerdel vom THW-Landesverband Baden-Württemberg informierte zudem zu den möglichen Einsatzoptionen des THW derartigen Lagen.

Verteilt auf zwei Samstage besuchten rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des THW sowie einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer befreundeter Organisationen wie DRK und Johanniter Unfall-Hilfe die Veranstaltungen im THW-Zentrum Stuttgart. Zu Gast waren außerdem der Landesbeauftragte des THW für Baden-Württemberg, Dietmar Löffler und Dr. Frank Altenbrunn, Referent für Einsatzgrundlagen in der Bonner THW-Leitung.

Für das leibliche Wohl der Fortbildungsteilnehmer und -teilnehmerinnen sorgte der Verpflegungstrupp (Log-V) des THW-Ortsverbandes Heidenheim. Für den erst vor kurzem aufgestellten Trupp hatte sich Truppführer Thomas Görsdorf dabei etwas Besonderes einfallen lassen. Um der jungen Gruppe ein Gefühl für den echten Einsatz zu geben, informierte er sie im Vorfeld nicht über den „Einsatz“ in Stuttgart. Stattdessen löste er um kurz vor drei Uhr am Samstagmorgen die Melder seiner Helferinnen und Helfer aus und rief sie zur Alarmübung zusammen. Mit mehreren Fahrzeugen, einer mobilen Feldküche und eigenem Stromerzeuger machte sich die Log-V dann auf dem Weg nach Stuttgart und errichtete im Hof des THW-Zentrums eine, bis auf einen Wasseranschluss, autarke Versorgungsstelle.  Quelle THW LV BW/ Peter Buß

An der Fortbildung im THW Landesverband nahmen vier Helfer vom THW OV Pfedelbach teil!


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