Pfedelbach, 15.04.2011, von Simone Brecht

Ausbildung: THV-Dienst (Technische Hilfe auf Verkehrswegen)

Seit der Eröffnung des damaligen Polizeireviers Ilshofen (heute Kirchberg) ist das technische Hilfswerk mit den Ortsverbänden (OVs) Crailsheim, Künzelsau, Pfedelbach und Schwäbisch Hall unterstützend tätig.

Federführend ist dabei der OV Pfedelbach. In den Ferienzeiten sind die freiwilligen Helfer gern gesehene Unterstützungskräfte bei Fahrzeugpannen, Unfällen, Entstehungs-Bränden, dem Beseitigen von Gegenständen auf der Fahrbahn und bei der Stauabsicherung.

Im vergangen Jahr kam das THW im 55km langen Streckenabschnitt  30 Mal zum Einsatz.

Da es in den letzten Jahren vermehrt zu Unfällen mit Beteiligung von Rettungskräften gekommen ist beschloss man eine spezielle Ausbildungsreihe anzubieten, um das Risiko solcher Unfälle künftig zu minimieren. Die 4 OVs schulten  am 16. und 23.04. 45 Helfer für den THV-Dienst.

Der Pfedelbacher Ortsbeauftragte Gunnar Kreidl, sowie sein Stellvertreter Heiko Hammel und Helfer Christian Kuhn sind seit Jahren Mitglieder im Arbeitskreis (AG) THV. Sie organisierten die Ausbildungsreihe auf dem Gelände des OV Pfedelbach.

Unterstützung erhielten sie hierbei von :

  • Polizeioberkommissar Udo Samendinger vom Polizeirevier Kirchberg und Polizeikommissar Manfred Krause  vom Polizeirevier Schwäbisch Hall. Die beiden erfahrenen Beamten referierten vor 25 Helfern  von ihren Erfahrungen auf den Autobahnen und gaben den Helfern allerlei nützliche Tipps rund um das Thema Absicherung einer Einsatzstelle und Eigensicherung mit auf den Weg.
  • Feuerwehrkommandant Alexander Titschka, von der Freiwilligen Feuerwehr Pfedelbach der die Helfer im Bereich Schere/Spreizer und Rettung aus verunfallten Fahrzeugen schulte. Firma Braun aus Öhringen stellte zu diesem Zweck 2 Autos zur Verfügung, die nach allen Regeln der Kunst zerteilt wurden. Die anwesenden Helfer konnte dabei auf die langjährige Erfahrung des Pfedelbacher Kommandanten zurückgreifen.
  • Diakon Hans-Peter Hilligardt von der Evangelischen Kirche in Hohenlohe, der den interessierten Helfern erklärte, wie man alle Unfallbeteiligten am Besten, im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten, psychologisch betreut. Dabei war nicht nur die Hilfe am Unfallort ein großes Thema. Es wurde auch über Einsatznachsorge für alle beteiligten Helfer geredet und eindringlich auf die Wichtigkeit Einsätze bewusst aufzuarbeiten eingegangen.

Künftig werden nur noch die Helfer am THV-Dienst teilnehmen, die diese Schulung besucht haben.


Hintergrund:

Der THV–Dienst (Technische Hilfe auf Verkehrswegen) ist ein Bereitschaftsdienst einzelner THW-Ortsverbände, der an Tagen mit erwartungsgemäß hohem Verkehrsaufkommen auf einem oder mehreren Teilbereichen der örtlichen Autobahnen stattfindet. Hier zählt nicht nur graue Theorie, es kommt auf Schnelligkeit, Flexibilität und Leistungsbereitschaft an.

Der THV-Trupp untersteht für die Bereitschaftsdauer der Autobahnpolizei, von der die Einsatzbefehle kommen und der besondere Vorkommnisse gemeldet werden. Jeder Ortsverband, der sich an diesem Dienst beteiligt, hat auf seinen THV-Fahrzeugen eine bestimmte Mindestausstattung, mit der er seine "Hauptaufgaben" erfüllen kann.

Diese sind:

  • Erste Hilfe (Erstversorgung Verletzter bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes)
  • Absperrmaterial (zum Absichern von Unfallstellen und sich selbst)
  • Beleuchtung (zum Ausleuchten von Einsatzstellen)
  • Besen, Schaufeln, Ölbinder (zum Reinigen der Fahrbahn)


Text: Simone Brecht / Heiko Hammel / 15.04.2011


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