Eberhardzell, 27.07.2020, von Simone Brecht

In idyllischer Lage – Brückenbau im Eberhardzell

In der Gemeinde Eberhardzell muss die vorhandene Brücke über die Umlach einem Neubau weichen. Am 25. Juli 2020 errichtete das Technische Hilfswerk eine Bailey-Behelfsbrücke, die während der sechsmonatigen Bauzeit als Behelfsüberfahrung genutzt werden soll.

Die Brücke über die Umlach in der Gemeinde Eberhardzell, zwischen Awengen und Boflitz, ist sanierungsbedürftig. Die Traglast der Überführung wurde bereits im letzten Jahr auf 12 Tonnen herabgesetzt. Für den landwirtschaftlichen Verkehr somit nicht mehr nutzbar. Die Gemeindeverwaltung hat den Abriss und einen Ersatzneubau beschlossen. Für die sechsmonatige Bauphase wurde eine Lösung in Form einer Behelfsbrücke gesucht. Das Planungsbüro wandte sich an das Technische Hilfswerk (THW). Die Gemeindeverwaltung stellte ein Amtshilfegesuch und beauftragte die THW Fachgruppe Brückenbau aus Pfedelbach mit  dem Bau einer Behelfsbrücke.

Am frühen Samstagmorgen rücken die THW-Ortsverbände Biberach/Riß und Pfedelbach mit ihren blauen Großfahrzeugen an. Im Gepäck 352 Einzelteile aus Stahl und Holz, mit einem imposanten Gewicht von 13 Tonnen. Rund 20 Meter flussabwärts, neben der sanierungsbedürftigen Umlachbrücke soll die Behelfsüberfahrung in ein paar Stunden stehen. Befahrbar mit 30 Tonnen Traglast kann der landwirtschaftliche Verkehr ohne zeitaufwendige Umwege das Flussbett überqueren. Die Baustellenfahrzeug bequem an– und abfahren.

Für die 16  ehrenamtlichen Einsatzkräfte war zunächst überwiegend Handarbeit mit Technikunterstützung eines Kranfahrzeugs und eines Radladers angesagt. Seit 2011 arbeiten die beiden Ortsverbände (OV) regelmäßig an Brückenbauprojekten. Temperaturen von bis 30 Grad an diesem Tag, Arbeiten in der prallen Sonne und die Abstandsregelungen in der derzeitigen Pandemielage, stellten die Routiniers  der Katastrophenschutzorganisation des Bundes  vor besondere Herausforderungen.

Zudem musste die Aufstellfläche des Ladekranfahrzeugs vergrößert werden. Um die Stützen des Großfahrzeugs auszufahren bedarf es einer verdichteten Fläche von 8 mal 8 Metern. Auf diese Weise ist ein sicherer Stand gewährleistet.  Das beeindruckende Aushängeschild der THW Fachgruppe Brückenbau wird für die Be- und Entladetätigkeiten der Brückenbauteile und dem Einheben des Stahlkonstrukts benötigt. Hierbei werden die zusammengefügten Einzelteile an Stahlketten am Ladekran befestigt und über das Bachbett an den Endstandort der künftigen Brücke gehoben. Nach einer halben Stunde war diese Herausforderung gemeistert und die eigentlichen Aufbauarbeiten konnten beginnen. Gegen 16.00 Uhr, rund acht Stunden nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle die Aufgabe gemeistert, die Helfer rückten ab. 


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