Mulfingen, 26.08.2015, von THW-Pressestelle

Fischsterben in der Jagst – THW pumpt und lüftet

Der Neckarzufluss Jagst im schwäbischen Jagsttal ist durch giftiges Löschwasser stark verunreinigt. Seit gestern Nachmittag sind mehr als 60 THW-Kräfte aus zehn Ortsverbänden im Einsatz, um das verschmutzte Wasser abzupumpen und dem Fluss Frischwasser zuzuführen. Dazu hat die Einsatzleitung heute Mittag Drucklufterzeuger des THW angefordert, die für eine bessere Belüftung der Jagst sorgen sollen.

Zunächst pumpten die Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus den Ortsverbänden Künzelsau und Igersheim am gestrigen Nachmittag das belastete Wasser ab und verteilten es in eine Kläranlage und auf die umliegenden Felder. Bei den stündlichen Wasserproben der Feuerwehr stellte sich allerdings heute heraus, dass der Einsatz von Kompressoren die Wasserqualität erheblich verbessert. Daraufhin forderte die Einsatzleitung am heutigen Mittag weitere Drucklufterzeuger beim THW an. Diese sind zur Stunde aus den Ortsverbänden Heilbronn, Aalen, Schorndorf, Pforzheim und Mannheim auf dem Weg zur Einsatzstelle.

Neben den Ehrenamtlichen vor Ort unterstützen derzeit zwei Fachberater die Einsatzleitung der Feuerwehren und den vom Landratsamt Schwäbisch Hall eingerichteten Krisenstab. Außerdem übernehmen Helferinnen und Helfer des Verpflegungstrupps aus Künzelsau die Versorgung aller Einsatzkräfte. Der gesamte Einsatz dauert voraussichtlich noch bis zum morgigen Donnerstag an.

Auslöser der Umweltkatastrophe in Kirchberg waren Löscharbeiten bei einem Mühlenbrand, bei denen aus einem Gebäude Düngemittel austrat. Trotz Vorsichtsmaßnahmen der Feuerwehr vermischtes es sich mit dem Löschwasser, wodurch Ammoniumnitrat in den Fluss gelangte. Bisher verendeten acht Tonnen Fisch und weitere Tiere durch den Sauerstoffmangel.


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