Bretzfeld-Unterheimbach, 04.01.2019, von Simone Brecht

Ein gutes Ende

Temperaturen unter null Grad und einsetzender Schneefall erschwerte die Suche nach einem 10 Jahre alten Mädchen. Sie verschwand am 02. Januar 2019 gegen 18.00 Uhr

Ein Polizeihubschrauber kreist über Bretzfeld und die umliegenden Gemeinden. Blitzleuchten mit der Aufschrift „Einsatz“ an den Zugangsstraßen zum Ortsteil Unterheimbach. Polizeifahrzeuge, die merklich langsam Straße um Straße abfahren. Gerade mal 1000 Einwohner zählt der Teilort von Bretzfeld im Hohenlohekreis. Am 02. Januar 2019 gegen 18.00 Uhr hat die Mutter das 10 Jahre alte Mädchen als vermisst gemeldet.

Die Temperaturen sanken in der Nacht auf den 03. Januar unter null Grad. Kurz vor 07.00 Uhr morgens wird der THW Ortsverband (OV) Pfedelbach das erste Mal alarmiert. Auf der Suche nach dem Kind hat eine Polizeistreife die Eingangstür eines leerstehenden Hauses aufgebrochen. Gefunden wurde die Vermisste nicht. Im Rahmen der Eigentumssicherung muss aber das Gebäude wieder verschlossen werden.

Um 13.00 Uhr erfolgt die zweite Alarmierung. Gunnar Kreidl unterstützt als Technischer Berater des THW die Einsatzleitung vor Ort. Die Fachgruppe (FGr) Ortung des THW Ortsverbands Heidelberg ist mit ihren Rettungshunden auf Anfahrt. Über die Lautsprecheranlage der beiden Pfedelbacher Mannschaftstransportwagen (MTW) informieren vier Helfer die Bevölkerung. Zwischenzeitlich ist die Zehnjährige fast 20 Stunden unauffindbar. Schneefall setzt ein und erschwert die Suche. Selbst erfahrenen Einsatzkräften sieht man die Anspannung an. Konzentriert arbeiten sie ihre zugeteilten Aufgaben ab.

"Am Ende wird alles GutWenn es nicht gut wird ist es noch nicht das Ende.“ (Oskar Wilde) Müde und zufrieden sitzen die ehrenamtlichen THW-Helferinnen und Helfer der beiden OVs in der Pfedelbacher Unterkunft. Die sechs Vierbeiner werden hinter den Ohren gekrault. Bei Kaffee und Kuchen lässt man den Nachmittag Revue passieren. Ein Radfahrer hat das Kind gegen 15.30 Uhr in einem Wald in der Nähe von Unterheimbach gefunden. UNVERLETZT - bei Minustemperaturen und fast 24 Stunden nach ihrem Verschwinden! Wieso? Weshalb? Warum? Im Augenblick interessiert das nicht wirklich. Alles was zählt ist das.


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